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Kirche ist für mich...

...eine Gemeinschaft, die sich um andere Menschen kümmert

(Essen, 14.08.2022) Bei "Kirche ist für mich..." erzählen Frauen und Männer aus Kirchengemeinden, Diensten und Einrichtungen, die verschiedene Berufe und Interessen haben und sich in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen befinden, warum sie gerne Teil unserer Gemeinschaft sind.

JULIAN PANNEN

Julian Pannen engagiert sich vielfältig - unter anderem ist er bei Fridays for Future Essen und in der Evangelischen Jugend Essen aktiv:

"Kirche ist für mich eine Gemeinschaft von Menschen, die sich umeinander und um andere kümmern und ihnen etwas Gutes tun - und nicht zuerst an sich selbst denken. Sie ist ein Gestaltungsraum, in dem das Wohl der Menschen im Mittelpunkt steht und nicht der eigene Vorteil."

LAURA BOEVER

Auch unser Ehrenamtsmanagement freut sich natürlich über ehrenamtliches Engagement: Aktuell unterstützt Laura Boever uns dort bei der Social Media-Arbeit. Die Bedeutung, die die Kirche in ihrem Leben spielt, hat sich schon mehrmals verändert:

"Als Jugendliche habe ich den Kontakt zur Kirche etwas verloren, als Studentin dann aber wiedergefunden. Deshalb studiere ich Katholische Religion als Ergänzungsfach. Durch meine Arbeit und mein Studium habe ich viele tolle Menschen in der Evangelischen und der Katholischen Kirche kennengelernt, die mich auf meinem Weg begleiten. Die Kirche ist ein wichtiger Teil meines Alltags geworden; besonders bei den wichtigen Entscheidungen gibt sie mir Halt. Außerdem verbinde ich mit ihr das Gefühl, angekommen zu sein."

ULRICH LERCH

Ulrich Lerch engagiert sich im Weigle-Haus und auch auf anderen Ebenen der Evangelischen Kirche in Essen - so hat er sich z.B. in den "Arbeitskreis Zukunft" eingebracht, der innovative Projekte unseres Kirchenkreises begleitet:

"Kirche ist für mich ein Ort, an dem ich mich zuhause fühle und Menschen begegne, die ich mag und die mir an die Seite gestellt sind. Ein Zuhause, in dem ich meine Schwächen zeigen und meine Stärken einbringen kann. Die Menschen, die ich hier im Weigle-Haus treffe, sind so unterschiedlich wie morgens in der Straßenbahn - in meiner eigenen Bubble treffe ich sonst nicht auf solche Menschen."

MARITA RASSMANN

Marita Raßmann organisiert unter anderem den ehrenamtlichen Küsterdienst in den drei Kirchen unserer Emmaus-Gemeinde. Durch dieses Engagement habe sie für sich selbst wieder einen neuen Sinn im Leben entdeckt, hat sie uns im Interview gesagt:

"Kirche ist eine Gemeinschaft, in der ich meinen Glauben mit anderen Menschen leben kann. Für mich persönlich spielt dabei der Gottesdienst eine wichtige Rolle: ich wirke fast immer und sehr gerne daran mit, zum Beispiel als Lektorin oder ehrenamtliche Küsterin. Zur Kirche habe ich aber erst vor elf Jahren gefunden - da hat Gott mich nach dem Tod meines Mannes an die Hand genommen und zu einer Kirche geführt, die mir unglaubliche Kraft gibt."

ESBEN PETERSEN

Esben Petersen engagiert sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Rellinghausen: "Unsere Kirche strahlt eine so ruhige und gelassene Atmosphäre aus, dass sie für mich ein toller Rückzugsort ist - vor allem auch dann, wenn es mir einmal nicht ganz so gut geht." Darüber hinaus ist Esben in seiner Kirchengemeinde Rellinghausen eine gute Jugendarbeit sehr wichtig: "Nur dadurch können junge Menschen in die Kirche eingebunden werden."

INGEBORG SCHLOTTMANN

Ingeborg Schlottmann ist seit mehr als fünfzig Jahren Mitglied unserer Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Bergerhausen: Ihr Herz hängt vor allem an der "Bille", der Kirche auf der Billebrinkhöhe, in der zwar auch noch Gottesdienste und Andachten gefeiert werden, die heute aber in erster Linie dem Forum Billebrinkhöhe - Inklusive Kultur als zentraler und vielfältiger Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte, Kreativ- und Bildungsangebote dient.

Für Ingeborg Schlottmann ist Kirche nicht einfach zu beschreiben, weil sie für sie mehrere Ebenen hat: Die Kirche als Institution ist für sie eine ständige Herausforderung, Kirche als Raum vor allem ein Ort der Stille. Doch vor allem ist Kirche für Ingeborg Schlottmann eine Gemeinde, an der ihr Herz hängt, denn: "In dieser lebendigen Gemeinschaft habe ich viele nette und interessante Menschen kennengelernt, die mich geprägt haben."

Was ihr auch noch wichtig ist: "Kirche sollte sich unbedingt in Gesellschaft und Politik einbringen - sonst hat sie schnell nichts mehr zu sagen."

MARTIN ROTH

Martin Roth ist Presbyter und Prädikant: "Ich habe mein Leben lang mit Kirche zu tun gehabt - als Kind in der Jungschar, jetzt in meiner Kirchengemeinde Altenessen-Karnap. Sie ist mir zur Heimat geworden: hier gehöre ich hin, hier will ich bleiben und hier kann ich sein, wer ich bin."

Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist für ihn die Verkündung von Frieden - in jeder Form: "Sie muss sich zeigen und auf Ungerechtigkeiten, Unzulänglichkeiten und Schieflagen hinweisen. Einfach Anwalt der Schwachen sein."

FRIDA PITHAN

Frida Pithan engagiert sich im Konfi-Team der Evangelischen Kirchengemeinde Rellinghausen: "Kirche ist für mich eine Gemeinschaft und ein Ort, an dem ich mich total wohlfühle - ich kann mich ausleben und die sein, die ich bin. Gleichzeitig kann ich mit Gott in Verbindung treten und mit anderen über meinen Glauben, über rituelle und spirituelle Dinge reden."

DIRK KURZ

Dirk Kurz ist Presbyter in unserer Gemeinde Evangelisch in Kray: "Gemeinschaft bedeutet für mich, Gleichgesinnte zu treffen, mit ihnen Spaß zu haben und lachen zu können - und das alles kann ich in meiner Kirche! Für mich ist diese Gemeinschaft auch deshalb eine ganz besondere, weil es heute nicht mehr selbstverständlich ist, in der Kirche zu sein. Die Menschen hier ticken alle gleich, zum Beispiel in ihrer Ablehnung des Rechtsextremismus. Wir leben gleiche Werte: niemanden ausgrenzen, egal welcher Hautfarbe oder Herkunft. Jeder ist willkommen."

CORNELIA KEINS

Cornelia Keins engagiert sich auf vielfältige Art in der Evangelischen Kirche in Essen: Sie ist Presbyterin in unserer Emmaus-Gemeinde, Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss des Kirchenkreises und als ehrenamtliche Seelsorgerin im Einsatz; dafür hat sie die Ausbildung "Lebensspuren begleiten" unseres Ehrenamtsmanagements absvoliert. Und genauso abwechslungsreich wie ihr Engagement ist für Cornelia Keins auch unsere Kirche: "Sie ist für mich bunt und vielfältig. Meinen Glauben kann ich deshalb gut in Gemeinschaft ausleben."

HORST WESTERHOLT

Horst Westerholt ist Presbyter in unserer Kirchengemeinde Altenessen-Karnap: „Kirche und auch Gemeinde sind für mich viel mehr als ein physischer Ort. Hier treffen sich Menschen mit gemeinsamem Glauben, mit dem gemeinsamen Ziel diesen Ort mit Leben zu erfüllen: durch Austausch, durch gemeinsames Handeln. Sie setzen sich dafür ein, dass dieser Ort für nachfolgende Generationen erhalten bleibt, mit allem wofür er steht: die Kirche als Gebäude, Jugendarbeit, Diakonie und vieles mehr.“

ANNETTE HÖFER

Annette Höfer ist Prädikantin in unserer Evangelischen Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim:
„‘Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter euch‘ lese ich im Matthäusevangelium. Für mich ist das ein klares Plädoyer für die Gemeinschaft – schließlich ist von zweien oder dreien die Rede und nicht nur von einem allein. Gemeinschaft ist das, was wir alle dingend brauchen. Ich glaube, dass Gottes Wort nur leben kann, wenn wir es teilen. Wenn es in einer Bibel eingeschlossen bleibt, ist es leblos.“

MARTIN MURRACK

Beruflich ist Martin Murrack als Stadtdirektor und Kämmerer der Stadt Duisburg tätig; ehrenamtlich hilft er mit, die Evangelische Kirchengemeinde Kettwig zu leiten. Als begeistertem Segler steht für ihn fest, dass Kirche "sein Hafen und sein Kompass ist". Dort fühlt er sich sicher und von dort bekommt er Impulse, um sein Leben in die richtige Bahn zu lenken:

„Mir hat die Kirche geholfen immer wieder Kraft zu schöpfen, egal wie schwer die Wirrungen waren – Kirche und Glaube waren immer meine Stütze. Wenn ich in die Kirche gehe oder Veranstaltungen in unserer Gemeinde wahrnehme, komme ich zu Freunden, bin zu Hause und führe Gespräche, in denen ich von anderen lerne – gerade auch, wenn sie andere Meinungen habe und ich mit ihnen ein Streitgespräch führen kann. Bei uns lerne ich Gemeinde so kennen: Wir haben ein gemeinsames Ziel und diskutieren, streiten über den Weg dorthin."

 

 

 

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