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Bei uns gehören alle selbstverständlich dazu!

Präses Latzel paddelte auf der Ruhr

Düsseldorf/Essen (5. Juli 2022). „Bei uns gehören alle selbstverständlich dazu“ – mit diesem Satz fasst Präses Dr. Thorsten Latzel seine gesammelten Eindrücke auf der Ruhr zwischen Essen und Mülheim zusammen. Am Dienstag, 5. Juli, widmete er sich auf seiner #kanutourderhoffnung der Frage, „wie wir als Diakonie und Kirche für Menschen in schwierigen Lebenslagen da sein können“. Es brauche eine Politik, die sich um die Menschen kümmert, eine Zivilgesellschaft, die zueinandersteht, „und wir als Kirche und Diakonie wollen unseren Beitrag leisten, dass das gut gelingen kann“, sagt er in einem Video zum dritten von sieben Tagen auf sechs Flüssen im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Notwendigkeit der Verwandlung von Kirche und Gesellschaft ist das Grundthema der diesjährigen Tour.






DIE NEUE INSEL – EIN ZUKUNFTSPROJEKT DER NEUE ARBEIT DER DIAKONIE ESSEN

Der Ukrainekrieg, so der Präses, verdeutliche aktuell, „welche dramatischen Folgen es gerade für ärmere Menschen hat, wenn die Inflation zunimmt und nicht mehr klar ist, ob man für die Heiz- und Stromkosten aufkommen kann“. Das an der Ruhr entstehende Zukunftsprojekt „Neue Insel“ der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen sei für ihn ein beeindruckendes Beispiel dafür, sich diesen Menschen zuzuwenden: Das Projekt umfasst ein Fahrradhostel, Gastronomie mit Biergarten, eine kleine Hochzeitskapelle mit öffentlichem Trauzimmer und Werkstätten zur Arbeitsförderung (unter anderem für Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung).

Die „Neue Insel“ bietet zudem ein Nachhaltigkeitskonzept zum Anfassen: Zero Footprint und Umweltschutz verbinden sich mit sozialer Verantwortung und Inklusion. Thorsten Latzel: „Ich spüre, dass ihr an diesem Ort eine mutige und zukunftsweisende Vision Wirklichkeit werden lassen wollt, eine Vision, die das Leben hier am Wasser nachhaltig verändern wird. Dafür wünsche ich euch viel Kraft und Gottes Segen."

PICKNICK MIT DER EVANGELISCHEN JUGEND ESSEN

Im Anschluss stieg die Gruppe unter Mithilfe des Steeler Kanu Club 1923 e.V. in die Boote und paddelte auf der Ruhr und dem Baldeneysee nach Heisingen, wo sich Thorsten Latzel zu einem Picknick mit dem Vorstand der Evangelischen Jugend Essen verabredet hatte. Betroffen äußerte sich der Präses nach dem Gespräch mit den Jugendlichen über queere Identität und ihre diskriminierenden Erfahrungen auch innerhalb der Kirche. „Mir ist wichtig, dass wir eine Kirche sind, wo alle, egal welcher Herkunft, welcher sexuellen Orientierung, welcher Sprache, mit welchen körperlichen oder geistigen Einschränkungen, eine Heimat haben.“ Der Satz „Ich mag dich, denn du bist anders“ sei für ihn die Zusammenfassung des christlichen Glaubens.

Außerdem betonte Thorsten Latzel die Bedeutung der Evangelischen Jugend für das Handeln und den Alltag der Kirche: Ich bin sehr stolz auf unsere Evangelische Jugend. Bitte nutzt weiterhin eure Möglichkeiten, an Entscheidungen aktiv mitzuwirken - ob in Gemeinden vor Ort oder auf der Ebene unserer Kirchenleitung. Wir brauchen euer Engagement, um Grenzen zu überwinden, Begegnungsorte zwischen den Generationen zu schaffen und wichtige Diskussionen zu führen. Und dabei immer wieder auch konträre Positionen zu tolerieren."

REISESEGEN IN KETTWIG

In Kettwig, am Ufer der Ruhr, wurde der rheinische Präses von der Evangelischen Kirchengemeinde Kettwig mit einem alten jüdischen Reisesegen und dem Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ aus dem Kirchenkreis Essen verabschiedet; an der Gestaltung wirkten Pfarrerin Friederike Wilberg, Pfarrer David Gabra und ein KiTa-Team mit. Anschließend paddelte Thorsten Latzel weiter nach Mülheim in den Kirchenkreis An der Ruhr – auf dieser Etappe begleitete ihn Pfarrer Rolf Zwick, Leiter des Essener Weigle-Hauses. Sein Thema: Neue Gemeindeformen und Möglichkeiten ihrer Finanzierung. Nach der Ankunft in Mülheim standen weitere Begegnungen und eine Übung der Wasserwacht auf dem Programm.

DIGITAL DABEI: IN DEN SOZIALEN MEDIEN UND AUF DER WEBSITE EKIR.DE

Persönliche Eindrücke bietet Präses Latzel auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen bei Facebook, Instagram und Twitter. Die #kanutourderhoffnung kann zudem auf den Social-Media-Kanälen der Evangelischen Kirche im Rheinland verfolgt werden. Unterwegs wird an verschiedenen Stationen die Kamera eingeschaltet. Und auf YouTube gibt es jeweils ein „Video des Tages“. Die gesamte Tour ist auch im Stil eines Blogs unter ekir.de/kanutour zu verfolgen.

STICHWORT: #KANUTOURDERHOFFNUNG

Mit der #kanutourderhoffnung von Sonntag, 3. Juli, bis Samstag, 9. Juli 2022, begibt sich Präses Dr. Thorsten Latzel nach seiner #sommertourderhoffnung per Rad im Juli 2021 zum zweiten Mal auf die Reise quer durch das rheinische Kirchengebiet. Die #kanutourderhoffnung führt in sieben Etappen vom nordrhein-westfälischen Kevelaer bis ins Saarland. Auf einen Morgensegen folgen jeden Tag Gemeinde- und Projektbesuche. Gepaddelt wird eine Strecke von insgesamt rund 200 Kilometern.

Unser Titelbild zeigt Präses Dr. Thorsten Latzel mit Julian Pannen, Mitglied im Vorstand der Evangelischen Jugend Essen. Foto: ekir.de.

 

 

 

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