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Ihr Engagement beeindruckt mich!

Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte die Essener Bahnhofsmission

(Essen, 01.09.2022) Großes Lob für die Essener Bahnhofsmission: Anlässlich seines Besuchs in der Ruhrmetropole schaute Bundeskanzler Olaf Scholz vorbei, gratulierte zum 125jährigen Bestehen dieser wichtigen ökumenischen Einrichtung und würdigte das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einige von ihnen stellten dem Bundeskanzler besondere Schwerpunkte vor: „Bahnhofskinder“, „Bahnhofsmission 60plus“, „Bahnhofsmission inklusiv“ und „Ellen’s Treff“ - vier Projekte, die sich an ganz unterschiedliche Zielgruppen richten und die Vielfalt der hier angebotenen Hilfen deutlich machten.





Was an diesem Ort geleistet werde habe ihn sehr beeindruckt, sagte der Bundeskanzler. "Ich bin gerührt von dem oft langjährigen Engagement, das gut für unsere Gesellschaft ist." Er habe den Eindruck gewonnen, dass die Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission ihren Dienst für Menschen in Not mit ganzem Herzen täten und dadurch auch etwas für sich selbst zurückbekämen. Das sei wichtig, weil unsere Gesellschaft nur funktioniere, "wenn wir miteinander zusammenarbeiten, wenn wir einander helfen", sagte Olaf Scholz.

In einem Hintergrundgespräch ging es um Möglichkeiten, die Arbeit der Ehrenamtlichen gezielt zu stärken. „Für die Erfüllung der unverzichtbaren sozialen Aufgaben der Bahnhofsmission wünschen wir uns natürlich die Unterstützung der Bundesregierung", sagte Professor Dr. Björn Enno Hermans, Direktor des Caritasverbandes für die Stadt Essen e.V. Denn die Herausforderung, diese Arbeit nachhaltig zu sichern, sei aktuell hoch.

„Bereits seit 125 Jahren ist die Bahnhofsmission in Essen eine Art Seismograph für gesellschaftliche Veränderungen", erläuterte Martin Gierse, Vorstand des Diakoniewerks Essen. "Mit den Problemen der Menschen am und um den Bahnhof herum haben sich auch ihre Aufgaben ständig gewandelt. Dabei war und ist sie immer eine verlässliche Anlaufstelle für Menschen geblieben, die Unterstützung benötigen."

Auch die Bahnhofsmission sehe sich in Zeiten der Corona-Pandemie und der einsetzenden Energiekrise mit neuen Entwicklungen konfrontiert, wie Martin Lauscher, Leiter der Essener Bahnhofsmission, im Gespräch mit Olaf Scholz ausführte: "Steigende Energiepreise sorgen dafür, dass immer mehr Menschen unter die Armutsgrenze fallen. Sie sind dann auf die Unterstützung sozialer Einrichtungen angewiesen." Schon jetzt verzeichne die Bahnhofsmission eine Zunahme von Anfragen. "Gleichzeitig legen Ehrenamtliche – insbesondere Studierende und Menschen im Ruhestand - ihr Engagement nieder und schwenken auf bezahlte Nebenjobs um, um weiterhin ihre Lebenshaltungskosten decken zu können", so Lauscher.

STICHWORT: ESSENER BAHNHOFSMISSION

Die Bahnhofsmissionen bieten ihre Hilfe allen Menschen anonym und kostenlos an – auf 105 Bahnhöfen in ganz Deutschland. Die Essener Bahnhofsmission wurde vor 125 Jahren von der Diakonie gegründet; schon bald kam die Caritas als Träger hinzu. Beide Träger bringen sich bis heute fachlich, personell und finanziell stark ein und haben die Arbeit eng in das soziale Hilfenetz der Stadt eingebunden. Am Essener Hauptbahnhof, einem der zentralen Bahnhöfe des Ruhrgebiets, betreuen die knapp 30 vorwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa 50 Menschen pro Tag. Mehr denn je ist die Bahnhofsmission auf eine engagierte Bürgerschaft und eine Vielzahl von Unterstützern angewiesen.

Das Titelbild zeigt Bundeskanzler Olaf Scholz im Gespräch mit den Ehrenamtlichen Anna Kunze, Josef Dahmann und Celina Ruff (v.li.). Titelbild: Caritasverband für die Stadt Essen e.V./Achim Pohl

 

 

 

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