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Wandel der Kirche in Essen

Rheinische Kirchenleitung visitierte den Kirchenkreis Essen

Essen, 19.09.2026. Was die Menschen, die sich in der Evangelischen Kirche in Essen engagieren, antreibt und begeistert, wie sie den Wandel in Kirche und Gesellschaft aktiv mit gestalten - diese Fragen standen im Mittelpunkt der zweitägigen Visitation, die die rheinische Kirchenleitung am Freitag und Samstag (18./19. September) nach Essen geführt hat.

Auf dem Programm standen der Austausch mit zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen, Besuche in Gemeinden, Diensten und diakonischen Einrichtungen vor Ort, Andachten und Gesprächsrunden - unter anderem mit den Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes und mit der Stadtspitze. Der nachfolgende Überblick gibt den Ablauf wieder.

TAG 1 | FREITAG | 18. SEPTEMBER 2026

12.30 Uhr: Begrüßung mit KSV, Andacht der Superintendentin im Haus der Evangelischen Kirche

14.00 Uhr: Empfang im Rathaus mit Oberbürgermeister Thomas Kufen, Stadtdirektor und Beigeordneter Peter Renzel (Arbeit, Soziales und Gesundheit), Beigeordneter Christian Kromberg (Recht, öffentliche Sicherheit, Ordnung), Beigeordneter Muchtar Al Ghusain (Jugend, Bildung und Kultur) – Thema: Wie können Kirche und Stadt in einer zunehmend säkularen Gesellschaft Partner bleiben?“

15.30 Uhr: Vier Besuchsgruppen vor Ort, mit vielen Gästen

-- BG 1 | Wichernhaus in Holsterhausen | Jugendarbeit im Wandel. Leitgedanken: Wie können wir evangelische Jugendarbeit in Essen zukünftig zukunftsfähig entwickeln? Im Zusammenspiel von Gemeinden mit unterschiedlicher Sozialstruktur, in in der Vielfalt von unterschiedlicher geistlicher Prägung und inklusiven Bedarfen?
-- BG 2 | Haus der Diakonie, Geschäftsstelle des Diakoniewerks Essen | Arbeit mit gehörlosen und schwerhörigen Menschen | Leitgedanken: Zu unserem besonderen Profil im Kirchenkreis Essen gehört der Fokus auf gehörlose und hörgeschädigte Menschen in Seelsorge und diakonischer Arbeit, die wir gemeinsam und vernetzt mit neun Kirchenkreisen stellvertretend für diese tun. Für die Zukunft bewegt uns die Frage, wie wir in Zeiten geringer werdender Finanzmittel die Solidarität und den kirchlichen Auftrag für diese oft übersehene Gruppe wachhalten können. Inklusion: wie werden wir der Community gerecht?
-- BG 3 | Apostelnotkirche in Frohnhausen | Gottesdienste bei uns in Essen | Leitgedanken: Gottesdienste feiern – bunt, vielfältig, mittendrin – als Chance für eine menschliche Kirche in Essen. Was braucht es, damit Menschen Segen Gottes fühlen, hören, sehen und schmecken? Welche Bedeutung haben Gottesdienste heute und in Zukunft? Für wen feiern wir – wie – Gottesdienste?
-- BG 4 | Marktkirche | Kirche in der Stadt | Leitgedanken: Was ist unser christlicher Beitrag zur Kultur dieser Stadt? Welche Stimmen und Bedarfe hören wir in der Stadt? Was bewirken wir zusammen mit anderen?

17.30 Uhr: KL und KSV tagen getrennt
18.30 Uhr: Andacht mit Abendmahl in der Marktkirche
20.00 Uhr: Gemeinsame Sitzung KL und KSV zum Thema Wandel der Kirche in Essen

TAG 2 | SAMSTAG | 19. SEPTEMBER 2026

08.15 Uhr: Andacht des Präses

09.00 Uhr: Vier Besuchsgruppen vor Ort, mit vielen Gästen

-- BG 5 | Menschenstadt Essen | Ehrenamt in der Seelsorge | Leitgedanken: Wie qualifizieren wir Ehrenamtliche in der Seelsorge? Welche Rolle spielt das qualifizierte Ehrenamt in der zukünftigen Kirche?
-- BG 6 | KEM | Evangelische Kliniken Essen-Mitte | Kirche und Krankenhaus | Leitgedanken: Ein Kirchenkreis als Träger eines großen und bedeutenden Klinikums, Krankenhäuser als soziale Dimension unseres Glaubens: Wie kann der Kirchenkreis zukünftig die Kliniken Essen-Mitte verantwortungsbewusst tragen? Auf dem Weg zu einer Klinik-Kooperation: welche Unterstützung können wir von unserer Landeskirche erwarten? Seelsorge & Spiritual Care.
-- BG 7 | Paul-Humburg-Gemeindehaus in Altenessen | Wandel der Kirche am Beispiel des Gestaltungsraums Essen-Nord | Leitgedanken: Kirchliche Arbeit im Essener Norden – welche Schritte sind nötig, damit tragfähige Konzepte und Strukturen für die Zukunft entstehen?
-- BG 8 | Gemeindehaus an der Bodelschwinghstraße in Rellinghausen | Leitgedanken: Zwischen Reduktion und Entwicklung: Immobilien im Gemeindeaufbau | Leitgedanken: Wie lässt sich die Perspektive der Gemeinden weiten – mit Blick für neue Chancen einer kirchlichen Präsenz? Welche Ressourcen stehen für den Transformationsprozess zur Verfügung? Der Transformationsprozess erfordert eine verlässliche, professionelle und strategisch ausgerichtete Begleitung der Kirchengemeinden. Welche Unterstützungsleistungen kann die Landeskirche erbringen 1. im Bereich des Immobilienmanagements; 2. bei der Konzeption, Steuerung und Begleitung der Transformationsprozesse?

11.00 Uhr | KL und KSV tagen getrennt
12.00 Uhr | KL und KSV tagen gemeinsam
13.00 Uhr | Schlusssegen des Präses

ZUM HINTERGRUND: VISITATION

Mit der Visitation nehmen Kreissynodalvorstand und Kirchenleitung die Aufgaben der Beratung, Leitung und Aufsicht wahr. Kirchengemeinden haben einen Anspruch auf Visitation, sie ist durch die Kirchenordnung aufgetragen.

Ziel einer Visitation ist die Stärkung der Gemeinschaft der Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Verbände, Ämter, Werke und Einrichtungen der Evangelischen Kirche im Rheinland und dient der Vergewisserung in der Arbeit. Sie geschieht im Geist gegenseitiger Wertschätzung und Ermutigung und erstreckt sich insbesondere auf die gemäß der Kirchenordnung zu erfüllenden Aufgaben, die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden, die wirtschaftliche Situation und die Perspektiven der Arbeit.

Titelbild: Zu Beginn trafen sich die Mitglieder der rheinischen Kirchenleitung und des Kreissynodalvorstandes des Kirchenkreises Essen zum Gruppenfoto. Foto: Kirchenkreis Essen/Till Schwachenwalde

 

 

 

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