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30 Jahre Spenden sammeln für die Essener Telefonseelsorge

Förderverein FETS feiert am 1. März sein 30jähriges Bestehen

Essen, 01.03.2026. Und wieder ein trauriger Rekord: Mehr als 26.000 Anrufe erreichten die Essener Telefonseelsorge im vergangenen Jahr. Das sind 72 Anrufe täglich. Viel zu tun für die 110 Ehrenamtlichen, die rund um die Uhr am Telefon sitzen. Sie hören viel von Einsamkeit und Verzweiflung. In rund 1500 Gesprächen ging es im Jahr 2025 um Suizidgedanken oder Suizidversuche. Solche Gespräche können auch die erfahrensten Seelsorgenden nicht so einfach abschütteln. In kleinen Gruppen können sie dann unter Anleitung diese Belastung aufarbeiten.

Um solche zusätzlichen Supervisionen zu ermöglichen, sammelt der „Förderverein Essener TelefonSeelsorge (FETS)“ Spenden ein – und das seit 30 Jahren. Rund 500.000 Euro wurden seit 1996 für die Telefonseelsorge gespendet. Am 1. März feiert FETS seinen runden Geburtstag mit einem Gottesdienst, einem Empfang - und einer Rekordspende.

JUBILÄUMS-REKORD-SPENDE ÜBER 30.000 EURO

Seit zwei Jahren steht Peter Toussaint an der Spitze des Fördervereins. „Weil wir 30 werden, stellen wir der Telefonseelsorge in diesem Jahr 30.000 Euro zur Verfügung“, kündigte der 68-Jährige an. Das wären dann 50 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Das Geld ist für die Unterstützung der Ehrenamtlichen gedacht, die nach einjähriger Ausbildung jeden Monat 14 Stunden Dienst tun – auch nachts, auch an Feiertagen. „Die Basis dieser Arbeit finanzieren zu gleichen Teilen die Evangelische Stadtkirche und die Katholische Caritas in Essen“, erläutert Toussaint.

FÖRDERVEREIN FINANZIERT NUR ZUSÄTZLICHE ANGEBOTE

FETS erfüllt mit Hilfe seiner Spenderinnen und Spender zusätzliche Wünsche: etwa ein Wochenend-Seminar für 45 Ehrenamtliche zum Thema Konfliktbewältigung. „Wir übernehmen auch die Anmeldegebühr für den Internationalen Telefonseelsorge-Kongress im Sommer in Budapest. Da soll es um die Frage gehen, ob Künstliche Intelligenz die Arbeit unterstützen kann. Und am 1. März finden alle 110 Ehrenamtlichen in ihren Postfächern eine Box mit Info-Karten zu häufig gestellten Fragen in der Krisen-Intervention. „Wir drehen das mal um und schenken allen anderen etwas zu unserem Geburtstag“, so Toussaint.

DANKGOTTESDIENST & EMPFANG MIT GRUSSWORTEN AM 1. MÄRZ

Am 1. März wird mit Ehrenamtlichen, Spenderinnen und Spendern und allen Freundinnen und Freunden gefeiert. FETS kehrt dazu an den Ort seiner Gründung zurück: an die Kirche Am Heierbusch der Emmaus-Gemeinde an der Meisenburgstraße in Essen-Bredeney. Die Predigt im Festgottesdienst hält Susanne Abel, Leiterin der Essener Telefonseelsorge.

Anschließend sind alle zu einem Empfang in den Gemeindesaal eingeladen. In seinem Grußwort blickt Peter Toussaint auf die Geschichte des Fördervereins zurück, Stadtdirektor Peter Renzel gratuliert und Monika Kindsgrab, stellvertretende Superintendentin, überbringt Dank und Glückwünsche des Kirchenkreises und des Kuratoriums der Essener Telefonseelsorge.

Auf dem Foto von links: Peter Toussaint (FETS-Vorsitzender), Susanne Abel (Leiterin Telefonseelsorge), Johannes Brodmann (Schatzmeister), Dr. Iris Seemann (Schriftführerin) und Michael Denzin (stellv. Vorsitzender von FETS).

 

 

 

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