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LICHT & SEGEN in der Marktkirche

Diana Ramaekers holt den Sternenhimmel in die Marktkirche

Essen, 19.09.2026. Vom 26. September bis zum 17. Oktober holt die niederländische Lichtkünstlerin Diana Ramaekers den Sternenhimmel in die Marktkirche. Ihre Installation „Revealing the Light“, die den blau-gläsernen Westchor eindrucksvoll in Szene setzt, ist Teil einer dreiteiligen Kunstaktion der Evangelischen Kirche im Rheinland mit Stationen in Düsseldorf, Saarbrücken und Essen - und gehört vom 2. bis 11. Oktober gleichzeitig zu LICHT & SEGEN, einem ökumenischen Beitrag im Essener Dom und in der Marktkirche zum ESSEN LIGHT FESTIVAL 2026.

DIE VERBINDUNG ZU UNS SELBST WIEDER HERSTELLEN

Echte Nacht ist heute in vielen Teilen Europas kaum noch sichtbar. Die niederländische Lichtkünstlerin Diana Ramaekers ist überzeugt davon, dass wir mit dem Sternenhimmel nicht nur die Sicht auf das Universum, sondern auch ein Stück unserer Verbindung zu uns selbst verlieren. Mit ihrer Installation möchte sie den Besucherinnen und Besuchern der Marktkirche einen intensiven Eindruck von der Schönheit des Sternenhimmels vermitteln – und gleichzeitig in einen Dialog mit den anderen drei Standorten der Kunstausstellung treten:

Gertrud Riethmüller (Saarbrücken, Johanneskirche) entwickelt ihre Werke häufig aus der direkten Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort und schafft Installationen oder Interventionen, die sich aus Raum, Geschichte und Atmosphäre speisen. Patrizia Casagranda (Düsseldorf, Johanneskirche) verbindet in ihren Arbeiten Bildwelten mit existenziellen Fragen nach Verletzlichkeit, Würde und menschlicher Präsenz.

In der Essener Marktkirche wiederum arbeitet Diana Ramaekers mit Licht, Raum und Bewegung und schafft atmosphärische Situationen, die die Wahrnehmung der Betrachtenden unmittelbar einbeziehen. „So entstehen Werke, die nicht unabhängig vom Ort gedacht sind, sondern aus ihm hervorgehen – Arbeiten, die den Kirchenraum nicht nur bespielen, sondern ihn zugleich neu wahrnehmbar machen“, teilt die Evangelische Kirche im Rheinland dazu mit. Wenn sich dabei keine Einheit, sondern eine Resonanz entfaltet – kein Gleichklang, sondern eine vielstimmige Verbundenheit –, dann erfüllt dieses Projekt seinen eigentlichen Sinn.

BESICHTIGUNGEN & RAHMENPROGRAMM

Besichtigungszeiten sind donnerstags bis samstags von 18 bis 22 Uhr. Während des ESSEN LIGHT FESTIVAL vom 2. bis 11. Oktober ist die Marktkirche täglich geöffnet.

Die Vernissage mit Worten und Tönen findet am Samstag, 26. September, um 19 Uhr statt. Am Samstag, 3. Oktober und Samstag, 10. Oktober wird es um 19.30 Uhr einen Abendsegen mit Live-Musik und geistlichen Impulsen geben.

Die Finissage erfolgt am Samstag, 17. Oktober, um 19 Uhr: Unter der Überschrift „Zeit, Meditation, Transzendenz“ präsentiert das E-Mex-Ensemble Essen elektronische Musik zum Thema Spiritualität und Zeiterfahrung. Der Eintritt ist frei.

ESSEN LIGHT FESTIVAL: LICHT & SEGEN

Vom 2. bis 11. Oktober ist die Installation ein Teil des ESSEN LIGHT FESTIVAL 2026 und lädt in diesem Zeitraum gemeinsam mit der katholischen Cityseelsorge am Essener Dom zu LICHT & SEGEN ein. Jeweils einmal pro Stunde unterbricht in beiden Kirchen ein kurzer Abendsegen das Licht- und Klangspiel. Dann gibt es ein biblisches Wort und einen Licht-Gedanken als persönlichen Zuspruch und Begleitung für die Nacht.

Besondere Konzerte gibt es am Samstag, 3. Oktober: Ab 19 Uhr präsentiert der Kammerchor NyKlång aus Werden eine Auswahl aus seinem Repertoire. Der Fokus der dreißig Sängerinnen und Sänger liegt auf skandinavischen und baltischen Kompositionen. - Eine Woche später - Samstag, 10. Oktober - ist Dominik Gerhard ab 19 Uhr in der Marktkirche zu Gast. Der Pianist und Organist aus Essen hat sich besonders auf musikalische Improvisationen spezialisiert.

IM ESSENER DOM: LUMEN CANTURS

Im Essener Dom, An St. Quintin 3, verbindet „Lumen Cantus“ Lichtinstallationen mit live gespielter Musik. Vom 2. bis 11. Oktober entsteht so an jedem Abend ein immer neues Zusammenspiel: Mit dem Laser zeichnet der Lichtkünstler Manfred „Ollie“ Olma mit dem Laser Farben und Figuren auf die jahrhundertalten Säulen und Mauern im Kirchenschiff der Essener Kathedrale.

Mit seiner Lichtkunst begleitet Olma die Musik, die vier Organisten live auf der Rieger-Orgel des Doms spielen. Werke aus fünf Jahrhunderten, vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart, sowie live entstehende Improvisationen spielen im Wechsel der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing, der Kantor der Essener Kreuzeskirche, Andy von Oppenkowski, der Organist Dominik Gerhard sowie der Solinger Kirchenmusiker Wolfgang Kläsener, der zugleich Kustos der Orgel in der Essener Philharmonie ist.

Zwischen Olma und den Organisten entsteht im Dom ein Duett, ein Zusammenspiel aus Musik und Licht, aus Klang und Linie, zwischen Schwerem und Leichtem. „Der Laser ist wie die Hand des Künstlers, die über die Wände skizziert, fast wie mit einer Feder“, beschreibt es Olma. Der Raum des Doms bleibt dabei unverändert: Es gibt keine eigens errichteten Einbauten, nichts wird verstellt. „Lumen Cantus“ verändert lediglich den Blick auf das historische Herz der Stadt Essen. An jedem der zehn Abende gibt es dabei ein individuelles, immer wieder wechselndes Programm.

„Lumen Cantus“ ist an den zehn Abenden des Essen Light Festivals zu erleben, von Freitag, 2., bis Sonntag, 11. Oktober, jeweils von 19 bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 23 Uhr. An den beiden Sonntagen, 4. und 11. Oktober 2026, feiert Cityseelsorger Bernd Wolharn jeweils um 19 Uhr die Abendmesse im Dom.

 

 

 

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