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Altendorf setzt weiteres Zeichen für Vielfalt, Respekt und Frieden

Miteinander-Lebens-Regeln in einfacher Sprache präsentiert

Essen, 20.10.2026. Gemeinsam für ein friedliches Miteinander im Stadtteil Altendorf: Ende September haben die 17 Mitglieder im Altendorfer Netzwerk für den Frieden sieben Miteinander-Lebens-Regeln in einfacher Sprache veröffentlicht.

Seit fast drei Jahren kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Religionsgemeinschaften, Vereinen und Einrichtungen, aus Politik und Stadtteilarbeit zusammen, um sich auszutauschen, einander besser kennenzulernen und gemeinsam Impulse für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben in Altendorf zu setzen. Ende September haben die 17 am Netzwerk beteiligten Institutionen die überarbeiteten „7 Miteinander-Lebens-Regeln“ im Stadtteil in einfacher Sprache vorgestellt.

TREFFEN JEDESMAL AN EINEM ANDEREN ORT

Aus dem ersten gemeinsamen Treffen vor fast drei Jahren ist mittlerweile ein regelmäßiger Austausch entstanden. Etwa alle sechs Monate treffen sich die Beteiligten – möglichst jeweils an einem anderen Ort. Dadurch erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit und die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der beteiligten Gemeinschaften und Akteure.

Inzwischen haben fünf dieser Treffen stattgefunden. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen und der direkte Austausch für gegenseitiges Verständnis und ein gutes Zusammenleben im Stadtteil sind. Die Beteiligten verbindet der gemeinsame Wunsch, Vorurteile abzubauen, Vielfalt als Bereicherung zu verstehen und sich gemeinsam für ein friedliches und respektvolles Miteinander einzusetzen. Als Slogan haben sie den Claim „Bunt. Lebendig. Friedlich. Altendorf.“ Entwickelt.

Ein erstes sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit wurde bereits mit einer gemeinsamen Banneraktion gesetzt. An diese gemeinsame Arbeit knüpft auch die aktuelle Initiative an. Bereits 2018 waren im Bezirk III auf Initiative des Arche Noah Essen e.V. sieben „Miteinander-Lebens-Regeln“ für ein gutes und respektvolles Zusammenleben entwickelt und verabschiedet worden. Diese Regeln wurden nun gemeinsam überarbeitet und in einfache Sprache übertragen. Ziel ist es, die Inhalte noch mehr Menschen zugänglich zu machen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprachkenntnissen.

REGELN SOLLEN IM ALLTAG GELEBT WERDEN

Auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen flossen in die Überarbeitung ein. Der Entwurf wurde im Vorfeld mit Vertreterinnen und Vertretern der Schülerparlamente von Altendorfer Schulen besprochen. Sie brachten ihre eigenen Erfahrungen, Sichtweisen und Vorschläge ein. Auf dieser Grundlage wurden die Regeln nochmals angepasst und weiterentwickelt. Bei einem Treffen am 29. September wurden die sieben überarbeiteten „Miteinander-Lebens-Regeln“ erstmals gemeinsam vorgestellt. Sie stehen für grundlegende Werte wie Respekt, Vielfalt, Dialog und ein friedliches Zusammenleben.

Dabei soll es nicht allein darum gehen, die Regeln sichtbar aufzuhängen. Entscheidend ist, dass sie im Alltag mit Leben gefüllt werden. Deshalb sollen die „Miteinander-Lebens-Regeln“ künftig in Vereinen, Institutionen und Einrichtungen des Stadtteils Altendorf nicht nur präsent sein, sondern regelmäßig aufgegriffen und gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besprochen werden.

Der regelmäßige Austausch der unterschiedlichen Akteure soll auch künftig fortgesetzt werden. Die Treffen schaffen Raum für persönliche Begegnungen, gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsame Ideen. So soll das bereits bestehende Netzwerk weiter gestärkt und ein nachhaltiger Beitrag zu einem friedlichen, respektvollen und vielfältigen Zusammenleben in Altendorf geleistet werden.

DIE 7 MITEINANDER-LEBENS-REGEL IN ALTENDORF IN LEICHTER SPRACHE:

- RESPEKT: Ich respektiere alle Menschen.
- VIELFALT: Ich gehe freundlich auf alle Menschen zu.
- ZUSAMMENHALT: Ich bin friedlich und fair. Ich helfe anderen.
- DIALOG: Ich kläre Streit durch ein Gespräch, nicht durch Gewalt.
- ÖFFENTLICHER RAUM: Ich halte meine Umgebung sauber. Ich achte auf den Besitz von anderen.
- RELIGIONSFREIHEIT: Ich respektiere, was andere glauben.
- VERSTÄNDIGUNG & SPRACHE: Ich spreche oder lerne Deutsch.

Mit diesen Regeln können wir gut miteinander leben. Setz dich ein, mach mit!

BETEILIGTE VEREINE UND AKTEURE

- Afghanische Moscheegemeinde
- Afrika Kultur und Wohlfahrt e.V.
- Alevitische Gemeinde Essen
- Altendorfer Bürgerverein
- Diakoniewerk Essen
- DITIB-Gemeinde (Zentralmoschee)
- Evangelische Lutherkirchengemeinde Essen-Altendorf
- Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Essen-Altendorf
- Frauengruppe aus dem BlickPunkt 101
- Hiya e.V.
- Islamische Elterninitiative
- Katholische Pfarrei St. Antonius
- Männergruppe Altendorf
- Muslimischer Kulturverein e.V.
- Ratsherr von Altendorf
- Stadt Essen
- Stadtteilzentrum „kreuz + quer

 

 

 

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