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Gottesdienst für die Unbedachten wurde online gefeiert

Gedenken an Verstorbene, die ohne Trauerfeier bestattet wurden

(Essen, 09.02.2021) Der älteste starb im Alter von 93 Jahren, der jüngste wurde nur 49 Jahre alt: 27 Essenerinnen und Essener, die im Dezember des vergangenen Jahres verstorben sind, musste das städtische Ordnungsamt in den vergangenen Tagen ohne Trauerfeier auf einem Urnengrabfeld bestatten lassen – weil niemand da war, der für eine würdige Verabschiedung sorgen konnte. An diese „Unbedachten“ erinnerten die christlichen Kirchen und die Stadt Essen in einem gemeinsamen ökumenischen Gedenkgottesdienst am 9. Februar:





Im Gottesdienst wurden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch eingetragen, das in der Kirche ausliegt; für jeden Namen wurde eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, heißt es dazu. „Bei Gott ist niemand ‚unbedacht’ und wir tun gut daran, das Andenken an unsere verstorbenen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu bewahren – auch, wenn wir nur ihren Namen kennen.“

Die liturgische Leitung hatte Superintendentin Marion Greve. Wegen des derzeitigen Lockdowns wurde der Gottesdienst in diesem Monat nicht öffentlich gefeiert, sondern aufgezeichnet.

Auch die FUNKE-Mediengruppe unterstützt diese Form des Gedenkens: Am Samstag vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den Ausgaben der Essener Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ Essen) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) Sammeltraueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind. Eine Übersicht der „Unbedachten“ veröffentlicht die Stadt Essen rund 14 Tage vor dem monatlichen Gedenkgottesdienst auf ihrer Homepage essen.de; im Portal lokalklick.eu findet sich ebenfalls eine Anzeige.

 

 

 

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